Das Prinzip der 4 Säulen und unsere Ziele: Die Philosophie der BaKiTa

"Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt, lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern."

— nach Laotse

Die BaKiTa ist ein Projekt der Baser Unternehmensgruppe GmbH und eine gemeinnützige GmbH mit dem Ziel, bundesweit Kindertagesstätten für sozial schwache Familien zu eröffnen, um Kinderarmut und Bildungsdefiziten die Stirn zu bieten.

Das Ziel der BaKiTa ist es, Kindern in allen Lagen zu helfen, unabhängig davon, aus welchen Dienstklassen die Familien kommen. Kinder sollen nach bestem Wissen der Pädagogik auf das Leben vorbereitet werden und genau wie ihre Eltern eine Anlaufstelle bei Problemen gleich welcher Art haben.

Die Problematik in Deutschland

Wer kein Geld hat, ist in Deutschland ein Mensch zweiter Klasse. Das spüren Kinder ganz besonders. Wer dieses gesellschaftliche Denken schon im Kindesalter verinnerlicht, wird zum Verlierer.

Die Kinder, die sich dagegen auflehnen, suchen die Konfrontation und gehen häufig den alternativen Weg, um doch noch dazu zugehören: Es beginnt mit einem Diebstahl im Supermarkt und steigert sich bis zu brutalsten Schlägereien auf dem Schulhof. Damit werden ebenfalls die Weichen für eine kriminelle Karriere gestellt, die damit begann, dass der Dieb, Räuber, Totschläger usw. als kleiner Junge einfach nur Hunger und Bildungsdefizite hatte und nicht wusste, wie er dagegen ankämpfen soll. Besonders häufig trifft dies Migrantenkinder und Kinder von alleinerziehenden und/oder armen Eltern.

Kinder schlecht verdienender Eltern haben in Deutschland weniger Chancen, das Lesen und Schreiben zu lernen, als ihre Altersgenossen. Kindergärten können solche soziale Unterschiede ausgleichen. Wer drei Jahre in den Kindergarten geht, wird von der Einschulung seltener zurückgestellt. Von einer frühen Förderung profitieren also besonders sozial benachteiligte Kinder.

Frühe Förderung verbessert die Chancengleichheit

Eine längere Zeit im Kindergarten kann bei Kindern Bildungslücken und oben erwähnte Defizite im Elternhaus ausgleichen – das hat eine bundesweite Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung ergeben. Es trifft allerdings nur zu, wenn die Kinder den Kindergarten ab dem dritten Lebensjahr besucht haben. Wie die Studie „Soziale Ungleichheiten beim Schulstart“ ergab, hatte ein einziges Kindergartenjahr dabei kaum positive Effekte für die Schulreife.

Die Bildungsforscher haben erstmals untersucht, welche Kinder bei der obligatorischen Schuleingangsuntersuchung, bei welcher sprachliche und motorische Fähigkeiten getestet werden, Entwicklungsdefizite aufweisen und von der Einschulung zurückgestellt werden. Demnach zeigen vor allem Kinder aus bildungsfernen sowie ausländischen und armen Familien überproportional häufig Entwicklungsdefizite. So wird beispielsweise jedes zweite Kind vom Schulbeginn zurückgestellt, wenn die Eltern keinen formalen Bildungsabschluss haben.

Genau an dieser Stelle wollen wir anpacken!

Die 4 Säulen der BaKiTa-Philosophie

Säule 1

Die 1. Säule – Gründung von Kindertagesstätten

Die erste Säule beinhaltet die Gründung von Kindertagesstätten in Großstädten Deutschlands.

Unser Ziel dabei ist es, dass die Kinder in einer friedvollen, multikulturellen Umgebung zu selbständigen Menschen heranwachsen sollen, die in der heutigen Gesellschaft durch das in unseren Einrichtungen Erfahrene, Gelernte und Erlebte selbstbewusst, erfolgreich und lebensbejahend ihren Weg gehen.

Da in der Einrichtung vor allem Kinder ihren Alltag verbringen werden, ist es besonders wichtig, dass das pädagogische Personal eine Atmosphäre schafft, in der gerade diese Altersgruppe sich wohl fühlt. Sich wohl, geborgen und angenommen zu fühlen ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass das Konzept auch aufgeht.

Im Vordergrund des pädagogischen Konzepts soll der Bildungsauftrag stehen, wobei wir dies in der Einrichtung vor allem durch folgende pädagogische Aktivitäten, die für das jeweilige Alter des Kindes geeignet sind, erreichen möchten:

  • soziales Lernen
  • Kritikfähigkeit erwerben
  • Distanzfähigkeit erlangen
  • Konflikte konstruktiv lösen
  • sich einordnen können
  • Regeln akzeptieren
  • Gemeinschaft als positiv erleben
  • Spielpartner wählen können
  • neue Bezugspersonen finden
  • die eigene Kultur und fremde Kulturen kennenlernen und akzeptieren

Die Spenden für die BaKiTa werden auch für den Zweck verwendet, Kindern neben dem täglichen warmen Essen Leistungen und Förderungen zu bieten, die sich Familien mit geringem Einkommen oftmals nur selten leisten können. Dazu gehören:

  • Fremdsprachen lernen
  • musikalische Frühförderung
  • Logopädie und Ergotherapie
  • Kinderturnen und sportliche Aktivitäten
Säule 2

Die 2. Säule – Einbeziehung der Eltern

Die zweite Säule basiert auf der Einbeziehung der Eltern zur Lösung des eigentlichen Problems: der Armut. Denn wenn es den Eltern wieder finanziell besser geht, profitieren auch die Kinder. Im ganzheitlichen Ansatz zur Betreuung der Eltern nimmt daher die Beratung in Erziehungsfragen und die Bindung zum Kind einen breiten Raum ein.

Durch die ungezwungene und freundliche Atmosphäre in den KiTas wird ein völlig entspanntes Beratungsklima geschaffen, welches sich wohltuend von dem Kasernenhofton in deutschen ARGE-Gebäuden und Sozialämtern unterscheidet. Wir setzen dabei als tragende Elemente der psychosozialen Betreuung der Eltern armer Kinder auf umfassende Schuldnerberatung, gemeinsame Arbeitssuche und fachgerechte Beratung zur Erziehung, um Probleme direkt an der Wurzel anzupacken, zu klären und zu lösen.

Säule 3

Die 3. Säule – Vorbereitung auf die Schulpflicht

Zentral ist für unser Konzept auch die Vorbereitung für die Schulpflicht und Beschulung. Statistiken zeigen, dass ungefähr sechsmal so viele Kinder aus Familien der oberen Dienstklasse (Kinder von Leuten aus hohen, meist akademischen Positionen, z. B. Kinder von Spitzenmanagern) ein Gymnasium besuchen als Kinder aus Arbeiterfamilien und Familien der unteren Dienstklasse. Auch hier möchten wir ansetzen und bauen daher auf:

  • schulische Bildung und Ausgleich von Lerndefiziten
  • Nachhilfe gegen schlechte Noten
  • pädagogische Betreuung
  • schulpsychologische Unterstützung
Säule 4

Die 4. Säule – Betreuung junger Mütter

Immer wieder passiert es, dass trotz aller Aufklärung und trotz allen Wissens darum, wie und wann eine Schwangerschaft zustande kommen kann, minderjährige Frauen schwanger werden. Minderjährige Mütter brauchen sehr viel Unterstützung, um im Alltag bestehen zu können. Dass sie darüber hinaus häufig alleinstehend sind, erschwert ihre Situation ungemein – schnell tritt Überforderung und Resignation ein.

So kann es eine große Entlastung für eine minderjährige Mutter sein, wenn sie nicht nur verständnisvolle, sondern auch hilfsbereite Menschen um sich herum hat. Die Gewissheit, dass Menschen hinter ihr stehen, ermöglicht einer jungen Mutter, sich nicht nur als Opfer der Verhältnisse zu sehen. Sie kann ihr Leben dann auch nach eigenen Vorstellungen gestalten, was schließlich zu einem lebensbejahenden Umgang mit ihrer Situation führt.

Ist es aus jedweden Gründen unmöglich, dass minderjährige Mütter im Elternhaus wohnen bleiben, gibt es die Möglichkeit einer betreuten Unterbringung in einem Haus für Mutter und Kind. Finanziert werden kann ein solcher Wohnplatz über das zuständige Jugendamt oder durch Spenden. Die junge Mutter wird dort von der Betreuung ihres Kindes so weit entlastet, dass sie weiter einer Schul- oder Berufsausbildung nachgehen kann.

Haben Sie weitere Fragen zu unserem Konzept oder unserer Tätigkeit? Melden Sie sich einfach über unser Kontaktformular!